Referenzen

Linotype. The Lost 'e'

Aufgabe

Linotype ist einer der renommiertesten Schriftenhersteller und Urheber der bekannten Schriften-Klassiker wie Helvetica® oder Frutiger®. Das Image und die Bekanntheit der Marke soll in der Zielgruppe von Gestaltern und Kreativen mithilfe einer einfachen aber aufmerksamkeitsstarken Kommunikationsidee gesteigert werden.

Umsetzung

Linotype geht dorthin, wo sich die Zielgruppe aufhält und sorgt für eine positive Überraschung: The lost „e“.

Rund um die URLs von populären Typografie-Seiten wie beispielsweise www.slanted.de werden in Kooperation mit den Blogs oder Seitenbetreibern Linotype-Seiten eingerichtet. Auf diesen Seiten landen diejenigen Nutzer, die sich bei der Eingabe der URL vertippt haben. (Slantd.de, Salnted.de. Slated.de...)

Jedoch erscheint hier nicht die übliche Fehlermeldung „Fehler: Server nicht gefunden“, sondern eine typografische Inszenierung, die Bezug auf den Tippfehler nimmt: Im Stil eines Schriftmusterbuches werden Fonts der Linotype und ITC®-Bibliotheken beworben. Auf überraschende Weise schlägt die Fehlerseite so die Brücke von der Texteingabe in der Adresszeile zum Thema Typografie. Die Botschaft: „Dir fehlt ein „e“? Linotype hat jede Menge davon…“ Auf der Seite bietet Linotype das Typo-Motiv als hochauflösendes Pdf an. So lohnt sich sogar das Vertippen, denn der User erhält etwas, was ihn hinterher an dieses kleine Missgeschick erinnert. Außerdem wird der User natürlich letztlich auf die ursprünglich gesuchte URL, beispielsweise www.slanted.de weitergeleitet.

Fazit

Kleiner Aufwand – große Wirkung: Obwohl anfänglich nur eine begrenzte Anzahl von Usern durch Vertippen auf den Fehlerseiten gelandet sind, erregte die Kampagne sehr viel Aufmerksamkeit und sorgte für Diskussionsstoff in der Design-Blogosphäre. Zudem fand The lost „e“ vielfach Erwähnung in der Design-Fachpresse.